Aus einer Frage wurde Hilfe
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Werner-Siemens-Realschule spendet Crash-Becken für die Musiktherapie auf der Kinderonkologie Erlangen.
Leni hebt den Schlagzeugstick, holt kurz Luft – dann erklingt zum ersten Mal das neue Crash-Becken auf der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Erlangen. Ein heller, kraftvoller Klang füllt den Raum.
Dieser besondere Augenblick ist der Abschluss einer Geschichte, die mit einer einfachen Frage begann. Als Musiktherapeutin Eva Plendl die Werner-Siemens-Realschule Erlangen besuchte, um ihre Arbeit auf Station 2c vorzustellen, war die Resonanz der Schülerinnen und Schüler sofort spürbar. Die Geschichten aus dem Klinikalltag berührten – und schnell entstand der Wunsch zu helfen. „Was fehlt denn noch?“, kam die Frage. Die Antwort war überraschend konkret: Dem Schlagzeug der Musiktherapie fehlte ein Crash-Becken. Für die Schulfamilie war sofort klar: Das möchten wir ermöglichen.
Bei der Spendenübergabe wurde das neue Instrument nun gemeinsam aufgebaut. Die Schüler Lukas und Marina montierten das Crash-Becken, bevor die junge Patientin Leni es als Erste mit einem kräftigen Schlag einweihen durfte. Ein bewegender Moment – nicht zuletzt, weil ihr Bruder selbst Schlagzeug spielt. Die emotionale Atmosphäre war für alle Anwesenden spürbar.
Den Auftakt der kleinen Feier bildete das „Blubberblasen-Lied“, das auf der Kinderonkologie entstanden ist. Inspiriert von einer Lavalampe am Krankenbett eines Kindes erzählt es von blauen Blubberblasen und einer Rakete, die einen „weit, weit weg“ bringt. Es steht bis heute für das, was Musik auf der Station leisten kann: Hoffnung schenken, Gefühle ausdrücken und den Klinikalltag für einen Augenblick vergessen lassen.
Die Elterninitiative krebskranker Kinder Erlangen e. V. finanziert die Musiktherapie seit vielen Jahren ausschließlich durch Spenden. Für die Therapie von krebskranken Kindern ist sie zu einem festen Bestandteil der Behandlung geworden. Gemeinsam wird gesungen, musiziert oder improvisiert – immer angepasst an die jeweilige Situation und die Bedürfnisse der Kinder.
„Diese Spende bedeutet weit mehr als ein neues Instrument“, sagt Musiktherapeutin Eva Plendl. „Sie zeigt den Kindern, dass Menschen an sie denken und sie unterstützen möchten. Das ist ein unglaublich wertvolles Zeichen.“
Auch Direktor Thorsten Hoffmann und Musiklehrer Herr Brüggemann zeigten sich tief bewegt von der Begegnung. Beide betonten, dass die Unterstützung kein einmaliges Projekt bleiben soll.
Die Elterninitiative krebskranker Kinder Erlangen e. V. bedankt sich herzlich bei der gesamten Schulfamilie: Aus einer Unterrichtsstunde wurde ein Zeichen echter Verbundenheit – und aus einer Frage ein Klang, der künftig vielen Kindern Kraft schenken wird.
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